Sommersemester 2026
Die Übung bietet Gelegenheit, literaturwissenschaftliche Redaktionspraktiken an einem laufenden Publikationsprozess kennen, verstehen und möglichst selbständig beherrschen zu lernen, um bestenfalls konzeptionell und kreativ mit dazu beizutragen. Im Fokus steht die Online-Präsentation literaturwissenschaftlicher und mediengeschichtlicher Funde in Eintragsform.
Im Kursverlauf soll zunächst der vorhandene Bestand kritisch geprüft und ggf. redigiert, evtl. auch inhaltlich modifiziert (erweitert, aktualisiert, differenziert), vor allem aber neues, selbstgeschaffenes Material für die Online-Präsentation gefunden, beschrieben und aufbereitet werden. Dabei läuft viel immer noch am besten auf ‚antike‘ Art, d.h. man trifft sich in Präsenz, recherchiert Materialien, die es bibliographisch zu erfassen und verstehend zu erschließen gilt, um dazu individuell prägnante, adäquate und korrekte Texte zu verfassen. Anderes geschieht inzwischen besser auf ‚moderne‘ Art, d.h. datenbank-basiert, online-kooperativ und asynchron. Deadlines gibt es leider analog wie digital.
An allgemeinen redaktionellen Fertigkeiten werden so eingeübt: Recherchieren, Prüfen, Redigieren, Korrigieren, Belegen, Ordnen, Kategorisieren, Vereinheitlichen, Organisieren, Kommunizieren, Kürzen, Bündeln, Formulieren. Das Niveau, auf dem das stattfindet, resultiert aus dem Produkt von Fähigkeit, Aktivität und Interesse. Von ihm hängen der individuelle Lerneffekt des Kurses, der Erfolg des Unternehmens und nicht zuletzt die Freude an der Arbeit ab.
